Die rechtliche Betreuung ist ein unterstützendes Rechtsinstitut, in dem ein Betreuer die Vertretungsmacht für einen Volljährigen nach Außen erhält, jedoch im Innenverhältnis (Betreuten zu Betreuer) die Pflicht des Betreuers besteht, unbedingt nach dem Willen des zu Betreuenden zu handeln.

Gründe für die Notwendigkeit einer Betreuung können eine Behinderung, ein Unfall oder eine psychische Erkrankung sein, wodurch der zu betreuende Volljährige seine Angelegenheiten nicht mehr selbstständig bewältigen kann.

Die Betreuung erfolgt entweder auf Antrag des Betroffenen nach § 1896 BGB oder aber von Amts wegen auf Anregung einer jeden beliebigen Person bei Gericht oder bei entsprechenden Betreuungsbehörden. Das Betreuungsgericht hat sodann gemäß § 1896 BGB zu prüfen, ob die engen Voraussetzungen des Gesetzes vorliegen.

Schwerpunkte des Seminars sind:

  • Voraussetzungen der Betreuung nach § 1896 BGB und §§ 278,280 FamFG und mithin der Ablauf des gesamten Betreuungsverfahrens
  • Die Anordnung der Betreuung (Volljährigkeit und Erforderlichkeit)
  • Übersicht über Gründe (Psychische Krankheit, Behinderung und andere Hilfen)
  • Die Betreuung gegen den Willen des Betroffenen
  • Die Rechte des Betreuten / (Die Regeln der Geschäftsfähigkeit)
  • Die Betreuerpflichten / (Aufgabenkreise des Betreuers und spezielle Pflichten, insbesondere Zwangsbehandlung und Aufenthaltsbestimmung)
  • Die Unterbringung und freiheitsbeschränkenden Maßnahmen
  • Die Aufhebung der Betreuung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten entsprechende Gesetze, umfangreiche Unterlagen, sowie ein Teilnahmezertifikat.

Wir bieten dieses Seminar auch als Inhouse-Schulung an.

Wir empfehlen dazu noch vertiefend unseren Tageskurs „Grundkurs Betreuungsrecht: Die Haftung des Betreuers“.